Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Die "1.Walsroder WIYS Studiengruppe" nahm am 10.9.2019 ihre Arbeit auf.

Es war ein wirklich spannender Abend. Wir schafften es, drei Themen zu betrachten.

Hier auf dieser Seite werde ich regelmäßig die Walks transkribieren, um die Erkenntnisse zu teilen.

 

Das erste Thema war zufällig in die Vorschläge gelangt.

Eigentlich dachte ich mir, jedes einzeln mal betrachten zu wollen. Jedoch kam zufällig aus der Runde, beides als Doppelwalk laufen zu lassen.

Diese Idee fanden wir alle richtig gut.

Zwei Walkerinnen waren auch schnell gefunden.

 

Es war das

"Schicksal und der Zufall

Wir legten per Zufall dieses Thema fest. Aus mehreren Vorschlägen zog ein Teilnehmer per Zufall dieses Thema. In einem Doppelwalk betrachteten wir dann diese beiden interessanten "Partner".

Von Anfang an war das Schicksal fest verwurzelt auf einer Stelle. Es bewegte sich nicht, war energiereich und fühlte sich gut. Es hatte überhaupt keinen Impuls sich zu bewegen. Es war groß, streckte sich, um zu sehen, wer oder was es ist.

Allerdings spürte es eine große Last auf den Schultern. "Diese Macht wiegt schwer..." kam als Ausssage. Es lag förmlich eine Last auf dem Schicksal.

 

Der Zufall lief in seiner Hälfte irgendwie aufgeregt hin und her. Es hatte aber seinen Platz. Das war gut so.

Der Zufall nahm das Schicksal wahr, jedoch war immer eine gewisse Nervosität vorhanden. Etwas Unbekanntes.

Als ich die Wand wegnahm, hopste sogleich das Schicksal durch den Raum. Es tanzte regelrecht auf die Seite des Zufalls. Diesem war das unangenehm. Der vorherige Raum des Schicksals war interessant für den Zufall, aber das bekannte Terrain fühlte sich besser an.

Das Schicksal musste nicht aktiv werden. Es wollte einfach nur hopsen.

Als beide sich immer annäherten, war es für beide nicht angenehm. Der Zufall scheute den Blick zum Schicksal. "Ich will es nicht kennen" war eine Aussage.

Eine gemeinsame Ebene gab es nicht.

Eine Distanz zwischen beiden war für den Zufall von Bedeutung.

Ich animierte beide, aus der Distanz vielleicht Blickkontakt aufzunehmen.

Das Schicksal folgte diesem Impuls. Der Zufall brauchte etwas, blickte dann hinüber und sagte nachdenklich:

"Der Zufall kann sich nicht vor dem Schicksal verstecken..."...ein leichtes Lächeln kam über die Lippen.

Das Schicksal benannte seinen anfänglich zugeteilten Raum als Einzelzelle. Den Raum des Zufalls als "einfach nur Hopsi"

Der Zufall benannte beide Räume als Namenlose.

Für beide war im Walk alles entdeckt. Somit beendete ich den Walk.

 

Fazit:

Offenbar brauch das Schicksal sich nicht vom Fleck zu bewegen. Jedoch ist da wohl schon eine Last im Spiel. 

Dem Zufall ist es in Anwesenheit des Schicksals eine gewisse unangenehme Begegnungsangst anzumerken.

Jedoch scheint klar zu sein, dass auch der Zufall sich im Bedarfsfall dem Schicksal zu beugen hat.

 

 

Das zweite Thema war "Das Helfersyndrom"

 

Der Walker, als er in der Rolle war, legte gleich los wie die Feuerwehr. Voller Elan und Übereifer flitzte er von Person zu Person. Wuschelte im Haar, fragte ob die Person was möchte. Das Helfersyndrom tat von sich aus, was es meinte, dass die andere Person braucht.

Die Energie lag im höchsten Bereich.

Das "HS "hielt kurz inne, dann legte es wieder los.

"Ich muss kurz anhalten, dann schaue ich aber wieder, wer etwas benötigt."

"Ich muss das so machen".

Als ich das Helfersyndrom gezielt fragte, nach der Intention, nach dem warum, da kehrte Stille ein. Das "HS" setzte sich. Wir blickten uns direkt an.

Kommunikation. Es musste sich auf meine Fragen konzentrieren, dadurch war es fokussiert. Es musste nichts tun, nur denken und Antworten.

Der Walk ging weiter. Das "HS" wurde immer wieder aktiviert. Aus innen heraus. Aktionismus war ein Wort.

Plötzlich blieb es stehen, wieder als ich fragte. Ich wollte wissen, was es antreibt.

Eine Energie im Bauchraum. Heiß wie Feuer. Es treibt an, manchmal bis zur Selbstaufgabe. Das "HS" weiß, dass das nicht gut ist.

"Ich möchte mich wertvoll, nützlich, hilfreich gut und edel sehen. Ja, so möchte ich mich sehen. Ich möchte Beachtung und ich möchte wertvoll sein

Wie ist das alles entstanden, wollte ich wissen???

"Diesseitig war ich nicht willkommen und wurde abgelehnt. Ich war nicht gewollt...ich möchte etwas wieder gut machen. Ich möchte auch geliebt werden.

Ich möchte auch dieses Feuer, was in mir brennt, ich möchte es nicht mehr. Ich spüre, wenn ich hier jetzt stehe und überlege, dass es mir nicht gut tut. Darf ich es loslassen? Es drückt und brennt in mir???

Ich gestattete es dem "HS" natürlich.

In einer Art Ritual nahm das "HS" dieses Feuer aus dem Brust und Bauchbereich heraus und entließ es in Freiheit. In die Weite.

Danach fühlte sich das "HS" viel leichter. Freier.

Der Walk war beendet.

 

Im Gespräch stellten alle fest, dass das "HS" anfangs sehr übergriffig war. Es trat ungefragt in Aktion.

Durch das fragen und das zur Ruhe kommen, war es dem "HS" erst möglich, überhaupt nachzudenken, was es da tut. Es ging nach innen und war sich zunächst des brennenden, verbrennenden Feuers bewusst.

Es wollte es loswerden. Dadurch, dass ich dem nachgab, ihm Raum gab, konnte der Druck gemildert werden.

Vielleicht ist es so, dass Menschen mit Helfersyndrom sich überhaupt nicht bewusst sind, was sie  tun. Manchmal sogar mehr als übergriffig und ungefragt.

 

Drittes Thema war:

Die Wirkung der Mondphasen auf den menschlichen Körper...

 

Die Walkerin bewegte sich sacht im Raum. Sie ging von einer Stelle zur anderen und wieder zurück.

Überall fühlte es sich anders an.

Sie sagte: "Ich bin da"...das war eine Aussage der Mondphasen.

Ich fragte, wofür denn die verschiedenen Phase da wären, ob sie was dazu sagen könnte.

"Sie regen die Fantasie an, besonders der Vollmond. Sie bringen Gesundheit. Der Mensch  ist dann eins mit der Natur."

 

Der Walk hatte für alle im Raum eine angenehme Ausstrahlung.

Ich wollte wissen, wo die stärksten Energien sind. Sie testete verschiedene Positionen und sagte klar:

"Hier, beim zunehmenden Mond" Die Füße waren hier kühler, da von oben so starke Energien "sogen". 

 

Beim "abnehmenden Mond" verspürte sie Unruhe und leichtes Zittern. Nach oben war es kühl, nach unter warm.

"Alles ist gut. Die Natur nehme ich wie sie ist. Ich bin ein Teil der Natur"

 

Der "Neumond" war als nächstes an der Reihe. Die Energien waren hier weniger intensiv. Eher neutral. Da war eine neutrale Kälte. Die Walkerin fühlte sich hier mehr der Erde verbunden.

 

Die "Vollmond-Phase" war zum Schluss dran. Die Walkerin stellte sich zentral in die Mitte des Raumes. Ganz instinktiv.

Hier war eine sehr ruhige Wärme zu spüren.

Die Körperenergie war im ganzen Walk bei 5-6...

 

Die Walkerin gab als Tip für Menschen, die mit den Phasen Probleme haben, sich bei diesen Problemen nicht im Bett zu wälzen, sondern raus in die Natur zu gehen.  

Bewusstes Erden, am besten barfuß wären ein probates Mittel.

Die Mondenergien seien hilfreich für den Menschen, auf keinen Fall schädlich.

 

Der Walk war beendet.

 

Interessant war das Feedback einer Teilnehmerin, die an diesem Tag (ein Tag vor Vollmond :)) 

eine gereizte Unruhe spürte. 

Sie wandte den Hinweis sogleich an und verbrachte eine wahre Schlummernacht, wo sonst einen Tag vor Vollmond nicht ansatzweise an Schlafen zu denken ist.